Abi + Auto

In dreieinhalb Jahren vom KFZ-Lehrling zum Meister

Die Zeiten, in denen es mehr als viereinhalb Jahre von der Ausbildung bis zum KFZ-Technikmeister dauerte sind vorbei. Zumindest für Interessierte mit Abitur in der Tasche.
Seit September 2018 haben wir Luca Brade bei uns beschäftigt, der diesen Weg geht. Nun hat er den Abschluss in der Tasche und wir haken nach: Wie läuft diese Ausbildung ab, bleiben gewisse Dinge auf der Strecke und fühlt man sich bereit für einen Job als Meister?

 

 

Seit wann gibt es Abi+Auto?

Dieses Ausbildungsprojekt hat die KFZ-Innung München-Oberbayern bereits im Jahr 2009/2010 ins Leben gerufen. Das Programm richtet sich gezielt an autoaffine und technikbegeisterte Abiturienten/ -innen.

 

Wie lange dauert diese Ausbildung?
In diesem Ausbildungsprojekt werden die schulischen Vorkenntnisse der Abiturienten genutzt. Daher ist es möglich, die Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker/-in zu verkürzen. Gleichzeitig qualifiziert sich der/die Auszubildende während dieser Zeit für die Prüfung zum KFZ-Technikmeister/-in. Der Weg vom Lehrling zum Meister dauert daher nur dreieinhalb Jahre.

 

Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?

Ursprünglich hatte ich überlegt Fahrzeugtechnik zu studieren. In der elften Klasse haben wir dann im Rahmen der Berufs-und Studienorientierung eine Messe in München besucht. Dort war auch die KFZ Innung mit einem Stand vertreten. Nach einem Gespräch mit dem Ansprechpartner vor Ort  klang das Ganze sehr interessant und ich habe es doch wieder in Erwägung gezogen eine Ausbildung zu machen.

 

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt System- & Hochvolttechnik dauert zweieinhalb Jahre. Damit ist man später auch für den Umgang mit Elektro- bzw. Hybridantrieb gewappnet. Im Anschluss folgt ein halbes Jahr der Praxisteil und die schriftliche Prüfung für den Meistertitel. Während der gesamten Zeit wechseln sich Praxis und Theorie ab. Ich war zwei Wochen in der Werkstatt und im Anschluss wieder eine Woche in der Blockschule in Landsberg.

 

Fühlst du dich für eine Meister-Stelle gut ausgebildet?

Ja. Aber das liegt denke ich vor allem an zwei Punkten. Erstens: Die Qualität der Praxis-Ausbildung steht und fällt natürlich mit dem Betrieb, in dem man arbeitet. Da hatte ich großes Glück und konnte sehr viel Erfahrung und Wissen mitnehmen. Gleichzeitig gehört auch ein großes Maß an Selbstinitiative dazu. Gerade die Theorie für den Meister sollte man gewissenhaft im Eigenstudium machen. Wer da Probleme hat, fühlt sich später vielleicht nicht so gut vorbereitet auf den Berufsalltag.

 

Wie kommt das neue Ausbildungsmodell im Betrieb an?

Diese Frage kann natürlich niemand besser beantworten als unser Werkstattmeister Reinhard Diethelm, unter dessen Leitung Luca seine Ausbildung bei uns macht.

„Für den Betrieb selbst ist es grundsätzlich erst einmal etwas aufwendiger. Der Abiturient bekommt die gleichen Lerninhalte in kürzerer Zeit vermittelt als andere Auszubildende und fehlt dadurch natürlich öfter im Betrieb. Doch meiner Meinung nach muss man das Projekt Abi+Auto als Ganzes und als Investition für die Zukunft sehen. Man bildet in kürzester Zeit einen sehr guten Mitarbeiter aus, auf den man später bauen kann.“

 

Würdest du dich wieder für diese Ausbildung entscheiden?

Ja, ich würde mich wieder für Abi+Auto entscheiden. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe in kurzer Zeit sehr viel gelernt, um ein breites Aufgabenfeld abzudecken. Natürlich spielt meine Leidenschaft für Autos aber auch eine große Rolle.

 

„Wir freuen uns sehr Luca bei uns im Team zu haben und zu fördern. Mit seiner bestandenen Prüfung haben wir einen weiteren qualifizierten Mitarbeiter an Bord, mit dem wir uns gewappnet fühlen, die neuen Herausforderungen und Ansprüche des Alltags anzugehen“, sagt Thomas Fersch, Inhaber und Geschäftsführer des Autohaus Fersch.

 

Wir haben dein Interesse geweckt und du möchtest mehr über dieses Ausbildungsmodell erfahren?

Weitere Informationen und nützliche Links findest du hier: www.abi-plus-auto.de oder www.kfz-innung.de/aus-und-weiterbildung/ausbildung/abi-auto.html

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Kontakt

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