Die alte Tankstelle von Dora Müller

In der Ausstellungshalle des Autohaus Fersch

Viele haben sie vielleicht schon einmal gesehen und sich gefragt, warum gibt es eigentlich eine original erhaltene Tankstelle im Autohaus Fersch? Doch diese Tankstelle ist viel mehr - Thomas Fersch erzählt, warum er sich nicht davon trennen konnte und wie uns diese Tankstelle zurück zu unseren Wurzeln führt.

 

 

Warum gibt es im Autohaus Fersch eine alte Tankstelle?

„Mit dieser Tankstelle hat eigentlich alles angefangen“, beginnt Thomas Fersch zu erzählen. „Es waren fünf Geschwister und drei von ihnen führten eine Tankstelle. Berta Fersch, geborene Müller, eröffnete 1952 eine Aral-Tankstelle mit Waschhalle und Schmiergrube und bildete damit die Basis für unser heutiges Autohaus. Ihre Schwester, Dora Müller, führte nebenan eine Shell-Tankstelle. Zusätzlich fuhren beide Schwestern Taxi. Das war für die damalige Zeit natürlich sehr außergewöhnlich, dass Frauen überhaupt Auto fuhren oder geschweige denn einen Führerschein hatten“, erzählt Thomas Fersch. "Die dritte Schwester Senz hatte eine Esso Tankstelle in Oberstdorf".

 

„Als in Hindelang Mitte der 70er Jahre die Umgehungsstraße gebaut wurde, verlief die Straße nicht mehr direkt durch den Ort. Eine Tankstelle, von denen es im Ort mehrere gab, lohnte sich dann nicht mehr und man stellte den Tankstellenbetrieb ein. Die Tankstelle wurde im alten Müller Haus so belassen wie sie war und abgesperrt. Für einige Jahre ist sie dann in einen Dornröschenschlaf gefallen“, erinnert sich der heutige Geschäftsführer.

 

Bild: Dora Müller in Aktion an ihrer Shell Tankstelle mitten in Hindelang. Das Bild stammt aus den 50er Jahren.

 

Warum war der Wunsch da, diese Tankstelle zu erhalten?

„Eigentlich kam das Thema dann erst wieder im Jahr 2015 auf. Es ging darum, dass das alte Müller Haus abgerissen werden musste. Ich habe die original erhaltene Tankstelle gesehen und habe es nicht übers Herz gebracht das alles wegzuwerfen. Wer mich kennt weiß, dass ich eine Leidenschaft für diese Sachen habe und immerhin sind das unsere Wurzeln. Also haben wir uns dazu entschlossen, die Tankstelle zu erhalten, abzubauen und unten in unserer Ausstellungshalle wieder aufzubauen“.

 

Bilder: Original Schränke aus der alten Tankstelle - gefüllt mit Ersatzteilen und vielem mehr.

 

Ist das alles von damals erhalten oder kommen auch neue Sachen hinzu?

„Heute gibt es die alte Tankstelle in unserer Ausstellungshalle und wird mit viel Liebe gehegt und gepflegt. Dort finden sich die ursprünglichen Schränke, Unterlagen und Zeitschriften. Auch die Ladentheke ist noch genauso wie damals. Selbst in den Vitrinen finden sich alte Fahrradklingeln mit altem Müller Schriftzug. Man kann direkt in die Zeit von damals eintauchen. Natürlich bin ich auch leidenschaftlicher Sammler aus dieser Zeit. Daher kommen auch immer mal wieder neue Raritäten, die uns Kunden vorbeibringen, die wir auf Flohmärkten oder im Internet entdecken, hinzu.“

 

Bilder: Eine Fahrradklingel aus der alten Tankstelle und die ursprüngliche Ladentheke von Dora Müller.

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