70 Jahre Betriebsjubiläum

Die Geschichte des Autohaus Fersch

Wir haben unser 70-jähriges Betriebsjubiläum zum Anlass genommen, einmal einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Zurück zu unseren Anfängen und Wurzeln, wie alles angefangen hat und sich bis heute entwickelt hat.

 

Bild: Das alte Müllerhaus mit Shell Tankstelle und dem Geschäft Fahrzeuge Müller.

Bildquelle: Autohaus Fersch

 

„Mit Eduard Müller hat eigentlich alles angefangen“, beginnt Thomas Fersch zu erzählen. „Das war mein Ur-Opa". Er gründete 1908 das Unternehmen Fahrzeuge Müller mit Fremdenvermietung, einem Taxiunternehmen, einem Elektrogeschäft und einer Tankstelle. Seine älteste Tochter, Dora Müller, übernahm später diese Shell Tankstelle. Direkt nebenan baute ihre Schwester Berta Fersch, geborene Müller, im Jahr 1952 noch eine Tankstelle, eine Aral-Tankstelle mit Waschhalle und Schmiergrube und legte damit den Grundstein für unser heutiges Autohaus.

 

Bild: Auf diesem Bild ist die Schmiergrube zu sehen. Da es 1952 noch keine Hebebühnen gab, war das die beste Möglichkeit, um Autos von unten anzusehen.

Bildquelle: Autohaus Fersch

Bilder: Ölfontänen und die damalige Waschhalle.

Bildquelle: Autohaus Fersch

 

Karl Fersch steigt in den Betrieb ein

Berta Müller heiratete Karl Fersch. Ihr gemeinsamer, gleichnamiger Sohn stieg 1963 in den Betrieb mit ein. Als gelernter Automechaniker konnte er neues Wissen mit einbringen. Das Unternehmen, das bisher nur auf die Reparatur spezialisiert war, wurde um den Fahrzeugverkauf erweitert und bekam den Namen Autohaus Fersch. Zusammen mit seinem Bruder Dieter vergrößerte er den Betrieb in den nächsten Jahren und baute eine Lackierkabine ein.

 

Thomas Fersch führt den Familienbetrieb in der vierten Generation

"Für mich gab es eigentlich nie etwas anderes", antwortet der heutige Geschäftsführer auf die Frage, ob er immer schon in den Familienbetrieb einsteigen wollte. "Ich habe bei Oma Berta an der Tankstelle geholfen. Das war mein erster Ferienjob. Damals gab es noch keine Selbstbedienung. Ich habe die Fahrzeuge getankt und nach dem Öl, Wasser und Luft geschaut", erinnert sich Fersch.

1980 stieg Thomas Fersch in den Betrieb mit ein und absolvierte sowohl eine KFZ-Ausbildung als auch eine kaufmännische Lehre. "Natürlich muss man sich als Sohn des Chefs etwas mehr behaupten als andere Lehrlinge. Damals herrschten ja noch andere Sitten", erinnert sich Thomas Fersch und lacht. "Ich habe dann gemerkt, dass mir der kaufmännische Teil einfach besser liegt und mir vor allem der direkte Kundenkontakt Spaß macht. Das war an der Tankstelle schon so. Mein Vater hat immer gesagt, und da gebe ich ihm vollkommen recht, es ist gut, wenn man auch im Verkauf ein gutes technisches Verständnis hat und die Grundlagen kennt."

 

Im Jahr 1996 übernahm er schließlich die Anteile von seinem Onkel Dieter und führte den Betrieb fortan mit seinem Vater Karl gemeinsam, bis sich dieser im Jahr 2011 dafür entschied in Rente zu gehen. 2015 wurde das alte Müller Haus, das lange leer gestanden hatte, abgerissen und zwei neue Reifenhallen gebaut. Darüber hinaus wurde die Werkstatt um einen Nutzfahrzeug-Arbeitsplatz und einen Achsmessstand erweitert und die hauseigene Lackiererei vergrößert. 2017 wurden die Büroräume umgebaut und renoviert. Im Jahr 2020 wurde dann erneut an der Werkstatt angebaut und so ein Verbund zum Anbau aus dem Jahr 2016 geschaffen.

"Als ich damals angefangen habe, waren wir sieben Mitarbeiter. Heute sind wir circa 20 Mitarbeiter, je nachdem wie viele Lehrlinge wir haben. Da hat sich in den letzten Jahren natürlich einiges getan und auch verändert."

 

Leidenschaft für Autos - damals wie heute

"Mein erstes Auto war ein Ford Fiesta 1", erinnert sich Thomas Fersch. "Der war silber und ich habe selbst Rallye-Streifen in Bordeaux darauf lackiert. Danach kam ein Escort und dann eigentlich immer Capri. Der hat mir einfach schon immer sehr gut gefallen. Mein erstes Auto habe ich im Jahr 1985 aufgehoben. Ein älterer Mann fuhr einen Granada Baujahr 1977. Als er sich dazu entschied seinen Führerschein abzugeben, habe ich es ihm abgekauft und damit meine Sammlung begonnen."

Über die Jahre haben Vater und Sohn ihre Leidenschaft für Autos in einer Sammlung verewigt, die mittlerweile eine eigene Ausstellungshalle füllt. Neben Fahrzeugen finden sich dort auch alte Mofas, Fahrräder, Zeitschriften und viele weitere Raritäten aus alten Zeiten. Selbst die alte Shell Tankstelle von Dora Müller ist im Original erhalten.

"Die meisten Fahrzeuge, sind von Kunden, das heißt eigentlich haben alle eine Geschichte. Entweder ist der Vorbesitzer verstorben oder haben im Alter aufgehört Auto zu fahren. Einen Ford Taunus habe ich damals für 50 Mark gekauft. Der stand in einem alten Stadel und der Besitzer wollte diesen einfach ausräumen und ihn loshaben", sagt Thomas Fersch und freut sich sichtlich noch heute über diesen Glücksgriff.

Bild Ausstellungshalle

 

Autohaus im Wandel der Zeit

"Damals hat man Autos noch aus dem Prospekt verkauft", erinnert sich der heutige Geschäftsführer. "Wir hatten gar nicht so viele Autos auf dem Hof, sondern die wurden erst bestellt, wenn sie auch verkauft waren. Dadurch war die Beratung damals natürlich viel intensiver und notweniger. Heutzutage kann sich jeder bereits vorab ausführlich im Internet informieren. Die Kunden haben dann oft schon genaue Vorstellungen was sie möchten und es ist unsere Aufgabe, das Passende zu finden.

Auch die Technik hat sich extrem gewandelt. Damals noch KFZ-Mechaniker, heißt der Beruf heutzutage schon KFZ-Mechatroniker und dahingehend hat sich auch der Arbeitsalltag in der Werkstatt gewandelt. Diagnosen werden mittels Computer gestellt, Fehler ausgelesen und Updates aufgespielt. Da spielt die Elektronik häufig eine größere Rolle als die Mechanik selbst."

Bild: Ein Original Verkaufsmagazin von Ford aus den 50er Jahren.

Bildquelle: Autohaus Fersch

 

Steht die nächste Generation schon in den Startlöchern?

"Mittlerweile arbeiten auch zwei meiner drei Töchter mit im Betrieb. Dabei war mir aber immer wichtig, dass sie das aus eigener Überzeugung tun und nicht, weil ich das so möchte.

Wohin die Reise in Zukunft geht, ist zum jetzigen Zeitpunkt wirklich schwer zu sagen. Es stellt sich die Frage, welche Antriebe in Zukunft gefragt sind, was produziert wird und wohin sich die Arbeit in der Werkstatt entwickelt. Ich denke wir werden die Herausforderungen der Zukunft souverän angehen und sollten dabei unsere Vergangenheit nicht vergessen. Gerade der persönliche Kontakt und die kompetente Beratung zeichnen uns seit Jahrzehnten aus und das sollte meiner Meinung nach auch in Zukunft nicht verloren gehen", so Fersch.

 

 

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